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999-9999 - Final Destination Death[/center]
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999-9999
Thailand 2002
103 Minuten
Regie: Peter Manus
Darsteller: Julachak Jakrapong, Sririta Jensen, Paula Taylor, Thepparit Raiwin u.v.m.
Deutsche DVD von Anolis (15.03.2007)[/center]
Ganz Thailand ist von einem Todesfall an einer Schule erschüttert, bei dem eine Schülerin am Fahnenmast des Gebäudes aufgespießt gefunden wurde. Dieser Fall interessiert auch der Dare Devil Club, eine Clique um den charismatischen Sun. Eines Tages kommt der dickliche und als Schulidiot bekannte Moo Priew zu den Freunden um ihnen eine ganz besondere Mitteilung zu machen. Zuerst abweisend, zeigt die Clique dann doch großes Interesse, als Moo ihnen erzählt, daß eine Schülerin der Schule, an welcher der tragische Unfall geschah, nun an ihre Schule gewechselt ist. Dafür möchte Moo allerdings endlich im Club aufgenommen werden, worauf die Freunde eher wiederwillig eingehen und ihn von nun an eher dulden. Doch ohne ihn, können sie nicht an die Neue herankommen. Moo zeigt ihnen, wie sie aussieht und durch einen kleinen Trick gelangen sie an die hübsch anzusehende Bow. Als sie diese durch ihre Finte zu Suns Wohnung gelockt haben, bestürzen sie sie gleich mit Fragen über den Tod der Schülerin. Bow erzählt ihnen von der geheimnisvollen Telefonnummer 999-9999, welche einem – wenn man sie nach Mitternacht anruft – einen Wunsch jeder Art erfüllen kann. Allerdings soll man durch eben diese Nummer auch den Tod finden. Zuerst glauben sie Bow nicht, doch am Ende siegt die Neugier und letztendlich kommt der Ferarrifreak Chi durch und wünscht sich einen richtig fetten Schlitten. Und siehe da: Durch einen Zufall gewinnt Chi einige Tage später als millionster Käufer eines Einkaufszentrums einen Ferrari. Man denkt sich noch nichts dabei – auch nicht, als Chi auf mysteriöse Weise einige Tage später umkommt. Erst als auch noch die anderen Freunde nach ihren Anrufen bei 999-9999 umkommen, wird es den verbleibenden Freunden mulmig. Sun und Bow versuchen, dem Geheimnis der Telefonnummer auf die Spur zu kommen.
Freunde des asiatischen Horror-Films sind gerade bei Produktionen aus dem südostasiatischen Land Thailand doch teilweise recht skeptisch, was ihnen da auf DVD unter die Nase gehalten wird. Entweder es sind solche geniale Schauerwerke wie SHUTTER oder der schöne Grusler BANGKOK HAUNTED, oder (angebliche) Rohrkrepier wie THE COMMITMENT oder 999-9999. Vor allem letzterer hat von einigen Seiten aus dem Internet deutlich Schelte bezogen, wenn es um die filmische Qualität geht. Doch Geschmäcker sind verschieden und man kann sich denken, daß manche wohl einfach nicht mit der thailändischen Mentalität und Art des Filmemachens in diesem Land klarkommen. So kommen einige kleine Lichtchen ja auch nicht damit zurecht, daß im genialen Hong Kong-Sicko THE UNTOLD STORY Slapstick-Elemente vorhanden sind. Doch gerade deswegen schlägt die zweite Hälfte dieses Asiaklassikers dem geneigten Zuschauer derbe auf den Magen. Aber hier soll es natürlich nicht um diesen berühmt-berüchtigten Streifen gehen, würde man sich doch zu derbe vom Thema wegbewegen. Man wollte lediglich damit sagen, daß es einige Elemente in Filmen aus dem asiatischen Raum gibt, mit denen sich westliche Zuschauer nur schwer anfreunden können. Und hier kommen wir dann wieder zu 999-9999, welcher am ehesten als Mystery-Horror mit kleinen Slasher-Elementen angesehen werden kann. Allerdings ist der Streifen bei weitem nicht so düster und bedrohlich inszeniert, wie andere Horrorfilmchen aus Asien. Hier sind die Bilder das genaue Gegenteil. Bunt, durchgestylt und teilweise sehr steril im gesamten Look. Bis auf eine gewisse Grundatmosphäre kommt auch kaum sowas wie Spannung auf, was das größte Manko bei 999-9999 ist. Vorallem im Mystery-Bereich ist sowas doch das A und O. Allerdings schafft es der Streifen dennoch, den Zuschauer recht gut zu unterhalten. Vor allem bei den Todesarten, welche einen in ihrer Machart sogar etwas an die FINAL DESTINATION-Reihe erinnert, sparen die Thais nicht mit dem roten Saft und einigermaßen originellen Ideen, welche anschaulich (bis auf eine Szene mit relativ düftigen CGI's) realisiert wurden. Hinzu kommen einige schräge Filmcharaktere wie der entweder mal nervige oder dann wieder witzige Moo Priew oder der asiatische Küblböck-Verschnitt Rajit. Vor allem an diesen schrägen und humorigen Einlagen könnte sich doch einige Fans gehörig Stören, da sie Elemente sind, die nicht unbedingt sein müssen, aber nun mal vorhanden sind. Wer also keine Scheu vor derbstem Overacting in diesen Szenen hat, den erwartet bei 999-9999 einen recht netten und kurzweiligen Teen-Horror aus Thailand, der gar nicht so schlecht und schlimm ist, wie einem andere Schreiberlinge vorgaukeln mögen. Und wer geduldig ist, der wartet auf den Deutschland-Release des Filmes von Anolis, welcher uns dieses Jahr noch erwartet.